Wusstet ihr, dass Österreich-Ungarn 1869 als weltweit erstes Land die „Correspondenz-Karte“ offiziell im Postverkehr zugelassen hat? Schnell kam das Bild dazu – und um 1900 erlebte die Ansichtskarte ihren absoluten Boom!
Heute schicken wir blitzschnell ein Foto per Smartphone durch die Welt. So praktisch das ist: Der alte Brauch, eine echte Karte zu schreiben, ist dadurch leider fast verschwunden. Dabei haben diese handgeschriebenen Zeilen eine ganz eigene Magie, die über Jahrzehnte überdauert.
Beim Stöbern in der Sammlung meiner Oma sind mir ein paar besondere Schätze in die Hände gefallen, die zeigen, wie sich Orte und Gebäude aber auch der Stil der Ansichtskarten sich verändert haben:
📜 1916 – Mitten im Ersten Weltkrieg: Verschickt im Dezember 1916 mit einer 10-Heller-Marke und dem Porträt von Kaiser Franz Joseph I., der kurz zuvor verstorben war. Ein bewegendes Zeitdokument.
⛪ Vor 1916 – Königstetten: Eine wunderschöne frühe Ortsansicht aus der Blütezeit der Ansichtskarten.
🏥 1928 – Das Rekonvaleszentenheim Königstetten: Ein spannender Einblick in das Erholungswesen der Zwischenkriegszeit.
🍽️ 1929 – Gasthaus am Riederberg: Ausflugskultur und Treffpunkt von damals.
🏰 1937 – Schlosshotel Cobenzl (Hans Hübner): Ein einstiger Prachtbau. Im Zweiten Weltkrieg zerstört und später abgerissen – heute erinnert nur noch die Ansichtskarte daran.
🏊 1957 – Königstetten im Aufschwung: Eine klassische Mehrmotiv-Karte der Nachkriegszeit mit Ortsansichten und dem beliebten Eisenbad.
Es ist faszinierend: Vorne sieht man längst verschwundene Gebäude, hinten liest man persönliche Zeilen und Alltagsgeschichten.
Schätze bewahren und Geschichte teilen! 📦 Habt ihr zu Hause auf dem Dachboden, Keller, Schubladen oder in alten Schachteln auch noch solche Ansichtskarten liegen? Bitte werft sie nicht weg!
Stellt sie der lokalen Topothek eures Ortes oder direkt uns zur Verfügung. Wir kümmern uns um die behutsame Digitalisierung und Aufbereitung, bewahren eure Schätze für die Nachwelt auf und erzählen damit genau solche spannenden Geschichten aus unserer Heimat.
Zeigt uns eure Lieblingskarten auch gerne vorab in den Kommentaren! 👇
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Ich finde es Super das du so viele “Schätze” von deiner Oma hast.
Leider ist meine Familie da nicht so “voraus denkend” gewesen.
Mach weiter so mit deinen tollen Beiträgen.