Was haben das Bundesheer, der Flugplatz in Langenlebarn, Jochen Rindt & Strohballen gemeinsam?

Startnummer 1: Jochen Rindt, Nr. 3: Jean-Pierre Beltoise Copyright: sandlerchristian@aon.at

Ganz einfach: Sie waren von 1966 bis 1979 die Zutaten für ein legendäres Stück österreichischer Motorsport-Geschichte. Wo sonst die Heeresflieger starten und landen – was wir in den letzten Wochen durch die Übungen der mächtigen Hercules wieder lautstark mitbekommen haben –, säumten damals aufgeschichtete Strohballen die Landebahn und verwandelten den Bundesheer-Flugplatz regelmäßig in ein Mekka der internationalen Formel 2.

Eine Ära von 1966 bis 1979

Was 1966 nach Verhandlungen mit dem Bundesheer klein begann, entwickelte sich extrem schnell zu einem Publikumsmagneten. Schon ab 1967 gehörten die Formel-2-Rennen zur Europameisterschaft, und die absolute Weltelite gab sich im Tullnerfeld die Klinke in die Hand: Neben Jochen Rindt kämpften hier auch spätere Legenden wie Niki Lauda, Jim Clark, Jack Brabham oder Jackie Stewart. Nach Jochen Rindts tragischem Tod am 5. September 1970 in Italien (eine Woche vor dem Rennen in Langenlebarn) wurden die Rennen 1970 und 1971 als Jochen-Rindt-Gedächtnisrennen ausgetragen, ehe die Veranstaltung 1972 nach Spielberg auf den Österreichring übersiedelte.

Nach einer mehrjährigen Pause röhrten dann 1978 und 1979 noch einmal die Motoren – zum endgültig letzten Mal, diesmal für die Motorrad-Klassen.

Ein Blick zurück ins Jahr 1968

Christian Sandler hat uns Bildmaterial aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung gestellt – damit nehmen wir euch heute mit zum Rennwochenende vom 14. Juli 1968.

Seine Schätze erzählen die Geschichte vom Rennen 1968: Vom Original-Plakat des III. Internationalen Flugplatzrennens über die Eintrittskarte für das Samstagstraining bis hin zu den Fotos direkt von der Piste. Auf den Aufnahmen sieht man Renngrößen wie Chris Amon, Jean-Pierre Beltoise oder Alan Rees hautnah in Action – und mittendrin Jochen Rindt als Sieger am Podest. (Zweiter wurde übrigens Jean-Pierre Beltoise … für den Drittplatzierten Henri Pescarolo gab es anscheinend keine Kiste mehr!)

Für alle Motorsport-Fans und Geschichtsinteressierten, die noch mehr Anekdoten, Zahlen und Fakten zu diesem Wochenende aufsaugen wollen: Christian Sandler hat die Ereignisse in einem ausführlichen Beitrag für das Magazin Austro Classic zusammengefasst. Es ist eine Zeitreise in eine Ära, in der Motorsport noch laut war, nach Benzin gerochen hat und man sprichwörtlich hautnah an der Piste stand.

Hier geht es direkt zum Nachlesen:

👉 Zum Bericht auf Austro Classic

Ein ganz großes Dankeschön an Christian Sandler für die Bereitstellung des Bildmaterials und die tollen Einblicke!

Hast du eigene Erinnerungen an die Flugplatzrennen in Langenlebarn?

Warst du damals vielleicht selbst als Zuschauer an der Piste dabei, hast alte Fotos in einer Schublade, Eintrittskarten oder eigene Geschichten aus dieser Zeit? Wir freuen uns riesig über jede Erinnerung und jedes Fundstück, das die Motorsport-Geschichte des Tullnerfelds lebendig hält!

Meld dich einfach bei uns oder schreib deine Geschichten direkt in die Kommentare – wir sind schon extrem gespannt auf eure Schätze!


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