„Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen ha’n.“
Das war ja diese Woche nicht so ganz der Fall… denn die massiven Regenfälle kamen bereits am Dienstagnachmittag und führten in einigen Ortschaften im Tullnerfeld wieder einmal zu mehreren Überflutungen. Durch die extreme Hitze war der Boden stark ausgetrocknet und konnte diese Menge an Regen einfach nicht so schnell aufnehmen oder ableiten. Einige Bäche, die normalerweise nur kleine, unscheinbare Rinnsale sind, traten innerhalb kürzester Zeit aus ihren Betten. Das weckte bei vielen verständlicherweise wieder Erinnerungen an das massive Hochwasser vom September 2024.
Dabei begann die letzte Woche noch mit extremer Hitze. Am Montag, den 29. Juni, war ja der Tag von Peter und Paul, und die alte Regel verspricht eigentlich: „Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr.“ ( Hoffentlich mit angenehmeren Temperaturen!) Am Dienstag ging den extremen Temperaturen dann endlich die Puste aus, als die schweren Regenfälle aufzogen. Zwar brachten sie die lang ersehnte Abkühlung und endlich wieder angenehmere Temperaturen – doch die Wassermassen waren stellenweise einfach zu viel des Guten.
Spannend wurde es dann am Donnerstag, den 2. Juli, zum Fest Mariä Heimsuchung. Da heißt es traditionell: „Mariä Heimsuch wird’s bestellt, wie’s Wetter sich 40 Tage hält.“ Da es an diesem Tag aber, wie den Rest der Woche, trocken blieb, können wir nach dem Dienstag-Schock erst einmal durchatmen und auf 40 schöne Sommertage hoffen.
Auch der gestrige (4. Juli) St. Ulrichstag bringt Entwarnung für unsere Obstbauern in der Region. Die Regel warnt zwar: „Regen am Sankt Ulrich Tag macht die Birnen stichig mad“ – aber da sich der Samstag von seiner trockenen Seite gezeigt hat, müssen wir uns um die heurige Birnenernte wohl keine Sorgen machen.
Am Ende dürfen wir also aufatmen.
Und auch wenn der Dienstag heftig war, tröstet uns vielleicht eine andere alte Weisheit: „Ein tüchtig Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.“ Der Natur hat das Wasser nach der Hitze ja trotz allem gutgetan. Hoffen wir für die nächsten Wochen einfach auf die sprichwörtliche Sommerhitze, denn: „Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.“ Ein bisschen Schwitzen gehört in den kommenden Wochen also dazu, damit im Herbst eine gute Ernte freuen können.
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